More Fiyah — Ragga/Dancehall VHS und DVD

More Fiyah — Ragga/Dancehall

Produktion – Sooza Böhm & Rainer Remake
Schnitt – Sooza Böhm & Rainer Remake
Regie – Sooza Böhm
DVD Konzept + Authoring – Rainer Remake
Grafik – Lazer

Ragga VHS & DVD 80min | 2002 | Concret Jungle

Reggae hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen.In den 70er Jahren hatte Reggae einen großen Marktanteil in Deutschland. Nach dem Tod vom Bob Marley verschwand der Reggae aus der deutschen Medienlandschaft. Seit mehreren Jahren brodelt es wieder und der Reggaebeat erobert die Charts in Europa. Auf immer mehr Soul, R´n B, Hip Hop,Jungle, House- und Drum´n Bass-Tracks werden Reggae-Artistes gefeatured. Reggae ist nicht nur in allen Genres vertreten, sondern orientiert sich auch an dren neuesten Beats. Doch außerhalb von Jamaica versteht kaum ein Mensch, um was es bei Reggae eigentlich geht. Daher gilt es auch einmal die Hintergründe zu beleuchten, um auch die Message, die der Reggae mit sich bringt, weltweit zu tragen.

Von hier kommt der Reggae und hier sind seine Wurzeln, auch wenn diese für die Menschen eigentlich in Afrika liegen. Aber Reggae-Vibes, wie man sie hier lebt, müssen auch ihren Ursprung hier haben. Es gibt viele Dokumentationen über Reggae in Zusammenhang mit verschiedenen Personen z.B. Bob Marley, Garnet Silk, Jimmy Cliff uva In den 90ern rult der Dancehall-Ragga. Einst als Rude-Boy-Music verschrien, lebt er jetzt in seiner Counscious-Ader weiter. Die Menschen belehren sich und einst alte Worte werden wieder aufgepeppt. In Jamaika wird alles gecovert, egal ob Hits von Backstreetboys, Wham, Madonna, Percy Sledge, Eurythmics oder Cher. Um Dancehall-Reggae zu verstehen, muß man wissen, daß das Covern sich nicht nur auf Popsongs beschränkt, sondern auch innerhalb des Genres ein essentionelle Rolle spielt. Der Erfolg eines Instrumentals ( im Reggae auch Riddim genannt) ist ausschlaggebend dafür, wie oft es besungen (gevoiced) wird. Die erfolgreichsten Riddims werden sogar in periodischen Zeitabständen zeitgemäß neu aufgepeppt. D.h. z.B. Ende der60er Jahre entstanden viele Instrumentalstücke, die so beliebt waren, daß es bis heute unzählige Gesangsversionen gibt. Somit ist es zum Riddim avanciert. Jährlich gibt es mehrere Versionen von verschiedenen Produzenten, die diese Riddims neu produzieren, d.h. Thema und Bass bezeichnen den Riddim. Egal, wie schnell oder langsam er gespielt wird und in welchem Rhythmus. Die Sounds können variiert werden, aber Thema und Bass geben den Wiedererkennungswert.

Die Verkaufsstrategie in Jamaika besteht darin, die Hitselection (als selection bezeichnet man die verschieden versions auf einem instrumental) zuerst auf lokalen Radiostationen in JA zu spielen. Erst wenn die Nachfrage groß, werden diese Singles für den Verkauf im Ausland (Amerika, Europa und Japan) freigegeben. Ein weiterer Aspekt der Promotion sind die Soundsystems, die Pre-releases auf Ihren Dances spielen und somit zur Popularität beitragen. Und beginnt eigentlich erst unsere Geschichte. Um einen Reggae-Ragga-Dance zu garantieren braucht man ein Soundsystem. Ein Soundsystem, so wie man es in JA findet, besteht aus einem MC (DJ), Selector (bestimmt musikalischen Ablauf), Operator (bedient Effektgeräte), eine Tonne Speakers und nuff nuff Dubplates. Ein Dubplate ist eine mit azetatbeschichtete Alluminiumscheibe, die wie eine Schallplatte bespielt wird. Der Song wird auf das Azetat eingeritzt. Ursprünglich wurden spezielle Dubmixes auf die Dubplates geschnitten (daher der Name) jedes Soundsystem hatte somit ein Unikat eines Dubmixes, den sie in Auftrag gegeben hatten, um somit ihre exlusivität zu steigern . Später haben die Artists Lobpreisungen an die jeweiligen Soundsystems auf Dubplates gesungen. Dies hält bis heute an und ist das wichtigste Medium für den Erfolg eines Soundsystems. Um einem Dance oder Bash richtig Feuer zu verpassen, clashen sich verschieden Soundsystems mit ihren Dubplates. Im Hip Hop wird gebattled im Ragga geclashed. Man könnte sagen ein Dubplate ist das Werkzeug eines Soundsystems. Um sich diese Werkzeuge zu besorgen, muss man also nach Jamaica fahren.Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailby feather

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