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"...
entsteht ein Lied wie Zufallsregen,
und unter Menschen sich formiert
der Hoffnung kleines Orchester,
vom Stab der Liebe dirigiert ..."
Als in den 70er Jahren Bulat Okudshawas Lied 'wie ein Zufallsregen' über
das nächtliche Moskau niederging, hatte sich seine Hoffnung noch
unter rotem Stern zu behaupten. Zwanzig Jahre später wird diese Hoffnung
dringender gebraucht denn je. Zusammenbruch, Umbruch und Aufbruch haben
das Land weder umzupflügen vermocht, noch seine verborgenen, dunklen
Seiten ans Licht gebracht.

Auch jene staatlichen Verwahranstalten nicht, die berüchtigten 'Internate',
in denen Tausende geistig behinderte Kinder abseits der öffentlichen
Wahrnehmung dahinsiechen, ans Gitterbett gebunden, in weißgetünchten
Sälen ohne Bilder, ohne Spielzeug. Kinder, die keine Geburtstage
feiern und oft nicht mal ihren Namen kennen.

Die anachronistische Stigmatisierung geistiger Behinderung als 'minderwertiges
Leben' oder als 'Strafe Gottes' ist in der russischen Gesellschaft noch
weit verbreitet - genährt von Unkenntnis und Angst, bedeckt mit dem
Mantel des Schweigens.

Der Film berichtet von Menschen, die trotz unsicherer Zukunft versuchen,
umzukehren zu sich, zu ihrem Gewissen, die diesen Teufelskreis durchbrechen
und ihren kranken Kindern eine Chance auf Leben, auf Bildung und Entwicklung
geben wollen.

Es ist dies vor allem die Stunde der Mütter und der Großeltern,
es ist das Engagement privater Einrichtungen und Assoziationen, die Betroffene
beraten, weitervermitteln und fördern und dabei auf Sponsoren und
Spenden angewiesen sind.

Ein kleines Orchester der Hoffnung, und vielleicht ein Stimulus für
das ganze Land.
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