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Das kleine Orchester der Hoffnung — Behinderte Kinder in Rußland.

Regie Jochen Kraußer
Schnitt Rainer von Rottenburg
Kunde TI:ME:CO:DE, Berlin

Dokumentation 45min | Storyboard | 1999 | ZDF

 

 

"... entsteht ein Lied wie Zufallsregen,
und unter Menschen sich formiert
der Hoffnung kleines Orchester,
vom Stab der Liebe dirigiert ..."

 

Als in den 70er Jahren Bulat Okudshawas Lied 'wie ein Zufallsregen' über das nächtliche Moskau niederging, hatte sich seine Hoffnung noch unter rotem Stern zu behaupten. Zwanzig Jahre später wird diese Hoffnung dringender gebraucht denn je. Zusammenbruch, Umbruch und Aufbruch haben das Land weder umzupflügen vermocht, noch seine verborgenen, dunklen Seiten ans Licht gebracht.



Auch jene staatlichen Verwahranstalten nicht, die berüchtigten 'Internate', in denen Tausende geistig behinderte Kinder abseits der öffentlichen Wahrnehmung dahinsiechen, ans Gitterbett gebunden, in weißgetünchten Sälen ohne Bilder, ohne Spielzeug. Kinder, die keine Geburtstage feiern und oft nicht mal ihren Namen kennen.



Die anachronistische Stigmatisierung geistiger Behinderung als 'minderwertiges Leben' oder als 'Strafe Gottes' ist in der russischen Gesellschaft noch weit verbreitet - genährt von Unkenntnis und Angst, bedeckt mit dem Mantel des Schweigens.



Der Film berichtet von Menschen, die trotz unsicherer Zukunft versuchen, umzukehren zu sich, zu ihrem Gewissen, die diesen Teufelskreis durchbrechen und ihren kranken Kindern eine Chance auf Leben, auf Bildung und Entwicklung geben wollen.



Es ist dies vor allem die Stunde der Mütter und der Großeltern, es ist das Engagement privater Einrichtungen und Assoziationen, die Betroffene beraten, weitervermitteln und fördern und dabei auf Sponsoren und Spenden angewiesen sind.



Ein kleines Orchester der Hoffnung, und vielleicht ein Stimulus für das ganze Land.

 

 

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