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Die Vollstreckung — Wenn der Gerichtsvollzieher kommt.

Regie Petra Cyrus & Martin Rötger
Kamera Martin Rötger
Ton Reiner Krüger
Schnitt Rainer von Rottenburg
Kunde TI:ME:CO:DE, Berlin

Dokumentation 28min | Storyboard | 1998 | ZDF 37°

 

 

Die wirtschaftliche Situation in den neuen Bundesländern spitzt sich zu.
Die Arbeit des Gerichtsvollziehers boomt: Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit und sozialer Abstieg hinterlassen Spuren.

 

Zwangsräumungen sind für Jörg-Peter Müller auch nach 20 Dienstjahren emotional immer ein Problem. In Zusammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften, dem Sozialamt und der beauftragten Räumungsspedition suchen alle Beteiligten kurz vor der Katastrophe nach einer Lösung für die betroffenen Familien.

Doch viele Menschen wollen keine Hilfe mehr, sie haben resigniert.

Wutausbrüche, Beschimpfungen, Depressionen, Nervenzusammenbrüche - alles muß der Gerichtsvollzieher ertragen bzw. damit umgehen können. Für die betroffenen Menschen ist er der Schuldige.

 

Selbst Verhaftungen gehören zu seinem Aufgabengebiet.

Ist der Schuldner nach mehrmaliger Aufforderung nicht zur Abgabe einer eidestattlichen Versicherung erschienen, tritt Müller in Aktion. Nicht immer gelingt ihm dies, da die Schuldner entweder nichts von den mehrmaligen Aufforderungen wissen (wollen) oder rechtzeitig untergetaucht sind.

Wieder entstehen Kosten, die dem Schuldner angelastet werden, sofern er eines Tages 'ins Netz'geht.

 

In Gesprächen sowohl mit dem Gerichtsvollzieher als auch mit den Schuldnern wird die soziale Befindlichkeit der Menschen in den neuen Ländern deutlich vorgeführt. Dazu Jörg-Peter Müller: "Einmal Schuldner, immer Schuldner. Und es kommen täglich neue dazu."

 

 

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