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Eyetalks — Aufbau und Vernissage.

Schnitt + special effects Rainer von Rottenburg
Kamera Claudio Walzberg

Digital 8 | Storyboard | 2002 | Bruno Baltzer

 

 

Eyetalks

Das Auge. Zierde des Antlitzes,
Fenster zur Seele, spricht.

Eyetalks ist ein sich fortentwickelndes, kŸnstlerisches Konzept, dass 2002 in Luxemburg von Bruno Baltzer kreiert wurde. Eyetalks nutzt die photographische Darstellung des Auges als Vektor der Kommunikation.

Die Bilder des photographierten Themas kommen auf verschiedenen zeitgenšssischen Ebenen zur Darstellung: im Internet, in kommunalen Veranstaltungen, in temporŠren Installationen, in Galerien, in Verlagswerken. In einer polikreativen Dynamik setzt sich Eyetalks aus den zusŠtzlichen Kompetenzen europŠischer Professioneller zusammen: Photographen, Webmaster, Bildhauer, Musiker, Investoren, sowie logistischen, institutionellen und juristischen Partnern.

Der Eyetalks-Photograph lebt durch sein Auge. Die Eyetalks-Aufnahmen entstehen im Wechselspiel und Spiegel zwischen dem Auge des Photographen und dem Auge des photographierten Subjekts. Eyetalks spielt mit den vielfŠltigen und einmaligen IdentitŠten, die folglich ein geeignetes Terrain heutiger kŸnstlerischer Forschung in einer konkreten Perspektive der Kommunikation eršffnen. Die Verschiedenartigkeit der Darstellungsmittel, die sich ergebenden Assoziationsmšglichkeiten und Variationen der Ma§stŠbe, das ZusammenfŸgen von Bild und Ton ÷ alles zusammen entwickelt sich in einem Gesamtbild gro§er VielfŠltigkeit vom Standpunkt der Kommunikation, der €sthetik und der Konzeption. Das Weiterleben der fest installierten, mobilen, ton-unterstŸtzten Bilder, die sich in Eyetalks vereinen, beruht hauptsŠchlich auf dem VerhŠltnis der verschiedenen Ausdrucksteile miteinander ÷ erweitert ausgedrŸckt, auf einer Art von ÎBeziehungsaesthetikâ.

TatsŠchlich wird jeder Bilder-Korpus durch vom photographierten Subjekt ausgewŠhlte ZusŠtze ergŠnzt: mit eigenen Texten in schriftlicher und/oder vertonter Form, in statischen und/oder animierten Bildern. Die Eyetalks-Werke entwickeln sich zu feinsinnigen Welten vielfŠltigster Formen. Das Auge und sein Bild werden zu einem offenen Raum, Fenster zu inneren Welten.

Das Auge, die Verzierung des Gesichts und sein Ausdruck entstehen aus Ablagerungen der individuellen Lebensgeschichten. Das Auge, empfindliches Instrument einer einzigartigen Vision, offenbart sich zum Sichtbaren, einer zu entwickelnden Form. Das Bildnis des Auges, Zeichnung der Seele, bringt dem Dargestellten eine ihm bislang unbekannte GegenwŠrtigkeit. Die Welt des Blicks, die Welt des Sichtbaren vereint sich mit der Welt des Gedachten und des Unsichtbaren. Nach dem Vorbild des Auges entfaltet sich die Photographie zum realen, feinfŸhligen Zeugen zwischen Innerem und €u§erem.

Die Eyetalks-Bilder verdeutlichen die StŠrke des Mediums Photographie komplexe Konfigurationen eines bestimmten Bereichs des Gesichts zu erfassen. Die Aufnahme selber wird durch die vorbereitenden Gedanken des Photographen und den vordefinierten Realisierungsprozess bestimmt. Die auf diese Weise genommenen Portraits entstehen aus einer Reduzierung des Portraits im klassischen Sinn. Die Feinheit und PrŠzision der Bilder, entstanden aus einem kleinen Fragment der RealitŠt, erfordert eine besondere Handschrift des Photographen. Die konsequente und ausdrŸckliche BeschrŠnkung auf das Auge gibt dem Bild einen eindrucksvollen Wert vom cinematographischen Standpunkt.

 

Claudio Walzberg hat für Bruno Baltzer die Momente während des Aufbaus zur Ausstellung am Grand Hotel Mercure Alfa in Luxemburg festgehalten, und auch während der Vernissage im Juni 2002 einige Impressionen in Digital 8 -Qualität gefilmt.

Großer Dank an Rainer von Rottenburg, der sich mit remake postproduction in Berlin um den sauberen Schnitt und die gute Vertonung der beiden Events gekümmert hat.

 

Video 1 Der Aufbau | Die Vernissage Video 2

 

 

 

 

 

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