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Foundation
movie about Reggae Dancehall, Roots and Spirit.

Reggae hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen.In
den 70er Jahren hatte Reggae einen großen Marktanteil in Deutschland.
Nach dem Tod vom Bob Marley verschwand der Reggae aus der deutschen Medienlandschaft.
Seit mehreren Jahren brodelt es wieder und der Reggaebeat erobert die
Charts in Europa. Auf immer mehr Soul, R´n B, Hip Hop,Jungle, House-
und Drum´n Bass-Tracks werden Reggae-Artistes gefeatured. Reggae
ist nicht nur in allen Genres vertreten, sondern orientiert sich auch
an dren neuesten Beats. Doch außerhalb von Jamaica versteht kaum
ein Mensch, um was es bei Reggae eigentlich geht. Daher gilt es auch einmal
die Hintergründe zu beleuchten, um auch die Message, die der Reggae
mit sich bringt, weltweit zu tragen.
JAMAIKA:

Von hier kommt der Reggae und hier sind
seine Wurzeln, auch wenn diese für die Menschen eigentlich in Afrika
liegen. Aber Reggae-Vibes, wie man sie hier lebt, müssen auch ihren
Ursprung hier haben. Es gibt viele Dokumentationen über Reggae in
Zusammenhang mit verschiedenen Personen z.B. Bob Marley, Garnet Silk,
Jimmy Cliff uva In den 90ern rult der Dancehall-Ragga. Einst als Rude-Boy-Music
verschrien, lebt er jetzt in seiner Counscious-Ader weiter. Die Menschen
belehren sich und einst alte Worte werden wieder aufgepeppt. In Jamaika
wird alles gecovert, egal ob Hits von Backstreetboys, Wham, Madonna, Percy
Sledge, Eurythmics oder Cher. Um Dancehall-Reggae zu verstehen, muß
man wissen, daß das Covern sich nicht nur auf Popsongs beschränkt,
sondern auch innerhalb des Genres ein essentionelle Rolle spielt. Der
Erfolg eines Instrumentals ( im Reggae auch Riddim genannt) ist ausschlaggebend
dafür, wie oft es besungen (gevoiced) wird. Die erfolgreichsten Riddims
werden sogar in periodischen Zeitabständen zeitgemäß neu
aufgepeppt. D.h. z.B. Ende der60er Jahre entstanden viele Instrumentalstücke,
die so beliebt waren, daß es bis heute unzählige Gesangsversionen
gibt. Somit ist es zum Riddim avanciert. Jährlich gibt es mehrere
Versionen von verschiedenen Produzenten, die diese Riddims neu produzieren,
d.h. Thema und Bass bezeichnen den Riddim. Egal, wie schnell oder langsam
er gespielt wird und in welchem Rhythmus. Die Sounds können variiert
werden, aber Thema und Bass geben den Wiedererkennungswert.

Die Verkaufsstrategie in Jamaika besteht darin, die Hitselection (als
selection bezeichnet man die verschieden versions auf einem instrumental)
zuerst auf lokalen Radiostationen in JA zu spielen. Erst wenn die Nachfrage
groß, werden diese Singles für den Verkauf im Ausland (Amerika,
Europa und Japan)freigegeben. Ein weiterer Aspekt der Promotion sind die
Soundsystems, die Pre-releases auf Ihren Dances spielen und somit zur
Popularität beitragen. Und beginnt eigentlich erst unsere Geschichte.
Um einen Reggae-Ragga-Dance zu garantieren braucht man ein Soundsystem.
Ein Soundsystem, so wie man es in JA findet, besteht aus einem MC (DJ),
Selector (bestimmt musikalischen Ablauf), Operator (bedient Effektgeräte),
eine Tonne Speakers und nuff nuff Dubplates. Ein Dubplate ist eine mit
azetatbeschichtete Alluminiumscheibe, die wie eine Schallplatte bespielt
wird. Der Song wird auf das Azetat eingeritzt. Ursprünglich wurden
spezielle Dubmixes auf die Dubplates geschnitten (daher der Name) jedes
Soundsystem hatte somit ein Unikat eines Dubmixes, den sie in Auftrag
gegeben hatten, um somit ihre exlusivität zu steigern . Später
haben die Artists Lobpreisungen an die jeweiligen Soundsystems auf Dubplates
gesungen. Dies hält bis heute an und ist das wichtigste Medium für
den Erfolg eines Soundsystems. Um einem Dance oder Bash richtig Feuer
zu verpassen, clashen sich verschieden Soundsystems mit ihren Dubplates.
Im Hip Hop wird gebattled im Ragga geclashed. Man könnte sagen ein
Dubplate ist das Werkzeug eines Soundsystems. Um sich diese Werkzeuge
zu besorgen, muss man also nach Jamaica fahren.
Und hier beginnt unser Film:
MORE FIYAH
SISTABRADUCTION dokumentiert Jamaica in verschiedenen Filmsequenzen, die
Leben und Kultur realistisch darstellen. Wir begleiten Berlins Nr.1 Bashmentsound
CONCRETE JUNGLE in Jamaica bei mehreren DUBPLATE SESSIONS.
KINGSTON TOWN
Unterwegs in verschiedenen Studios von Kingston bis Port Antonio mit Artists
wie HARRY TODDLER, BOOM DANDYMITE, WAR 21, TRISTAN PALMER, SUGAR MINOTT,
SHALOM, TONY TUFF, PASSION & MARSHALL u.v.a.
LIVE in PORT ANTONIO
Wir sind auf dem von LOUIE CULTURE organisierten PORTLAND SPLASH mit SIZZLA,
CAPLETON, CULTURE BAND, SANCHEZ, COCOA TEA.

JAH RASTAFARI!!!
Aus Ghana reisten König und Königin an, um MARCUS MOSIAH GARVEYS
jährliche Birthday-Celebration ihre Ehre zu erweisen. Organisiert
und präsentiert durch SISTA P und MUTABARUKA u.v.a. JAMAICA-PARADISE!
Lange Fahrten an Küsten entlang, durch Dörfer und Städte
gewähren uns Einblick in Lebenskultur und Natur der Insel begleitet
von Menschen, denen mit diesem Film gedankt werden soll.
VIBES
Nightlife im Yard: Bashment,Juggling,Talentshows - verschiedene Soundsystems
aus Jamaica treffen auf CONCRETE JUNGLE.
FASHION
Designerin SHAM DEECKE stellt ihre Beach-Collection in Long Bay vor.
BEENIE MAN
Dubplatesession in Berlin für CONCRETE JUNGLE SUPERSONIC, SUCH A
SOUND, SOUNDQUAKE

© SISTABRADUCTION 2001
* MORE FIYAH * MORE FIYAH * MORE FIYAH *
Ein typischer Tag im Leben eines Reggae-Video-Verkäufers...
"Kann man was erkennen?"
"Ich hör` nix!"
"Auf meiner Kasette ist nur Bildsalat!"
"Is' ja nur Schwarz-Weiß..."
"Hast Du nicht gesagt, Du hättest mir gestern das Sizzla-Video verkauft!?"
"Is` doch Sizzla!"
"Ooops! Und ich dachte, es wäre Gentleman!"
Ah, Dancehall-Videos, lieben wir sie nicht abgöttisch??? Willkommen
also in der Welt der Wackelkontakte, wo Geflimmer & Geflacker, Ton- und
Farbausfülle genauso Stilmittel sind wie Kameras, die wie Blutegel
auf den Gals mit den feistesten Puffern kleben, und wenn sie sich mal
losreißen können und das Objektiv Richtung Bühne drehen,
dann seit ihr nicht sicher, ob sich vor Euren entzündeten Augen Bounty
Killer oder die Backstreet Boys abstrampeln. Einfach weil Ihr Bilder vorgesetzt
bekommt, die in etwa so scharf sind, wie die Welt durch die trüben
Pupillen von Frankie Paul aussieht - wenn der mal wieder seine Hornbrille
im Studio verlegt hat!
Okay, okay, was wollen wir Euch mit mit der Aufzählung all dieser
traurigen Tatsachen nun schonend beibringen? Ganz einfach : das "More
Fiyah" alles ist, NUR DAS NICHT! Will sagen, wir haben es hier schlicht
mit dem stimmigsten, athmosphärisch dichtesten, qualitativ besten
Dancehall-Video zu tun, das wir in Jahren in unseren billigen Daewoo-Recorder
geschoben haben! Eigentlich nur als Dokument konzipiert, dass den üblichen
Dub-Plate Hustle in Jamaica einfangen sollte, ist es letztendlich zu einem
packenden Portrait von Dancehall-Kultur und livity geworden. Und im Gegensatz
zu anderen Reggae-Dokus erpart man uns unbeholfene Interpretationsversuche
und auch das relativierende Gequatsche aus dem Off, das einen bei (Fernseh-)
Filmen dieser Art immer zur Verzweiflung treibt.
Nein, man bzw. Frau (Sooza, die Kamerafrau, Cutterin und Regisseurin)
läßt einfach die Hauptdarsteller sabbeln, wie ihnen der Schnabel
gewachsen ist, und Concrete Jungle`s Fubu-Lazer gibt sozusagen den stummen,
verständnisvoll nickenden, hart (ver)handelnden, Benjamins hinblätternden
Zampano ab, der mit stoischer Don`t-Fuck-About-Mine durch die Landschaft
zottelt und alles unter Kontrolle hat.
Ein paar Mal überwältigt es ihn allerdings doch. Etwa, als er
ergriffen Ward 21 bei "Judgement Day" lauscht, und mitbekommt, wie die
Vier allen Freaks und Fasseys, Parasiten und Pussy-Abschleckern (and fire
`pon di man who eat pussys like rice!!!) die Leviten lesen. Oder wie er
bei Sugar Minott`s Special von "Herb Man Hustlin`" zwischen den zum Schneiden
dicken Weedschwaden im Youth Promotion Studio auf & ab hopst, daß
ihm der Schweiß unter seiner Baseball-Kappe hervorschießt.
Aber eigentlich spricht jede Sequenz für sich.
Ein wie ein Breitmaulfrosch grinsender Harry Toddler beim Einstudieren
seiner Lyrics vor dem Safire Dub-Plate Studio gibt ein göttliches
Bild ab. Bei Live-Auftritten des wie immer unfehlbaren Capleton, von Sizzla,
von Cocoa Tea & Louie Culture bekommt ihr die Griffel gar nicht mehr von
der Rewind-Taste herunter, und spielende Strandkinder, eine Rasta-Convention
und eine Menge scharf beobachteter und sensibel (nach)vertonter Straßenszenen
geben dem Film einen unnachahmlichen Fluss (schätze, daß die
Nachricht, das Barney Millah bei der Uraufführung von "More Fiyah"
losgeheult hat wie ein Schloßhündchen, nicht ganz auf freier
Erfindung beruht!).
`Nuff Big Ups also! Das Ganze ist eine Werbung für Jamaica, eine
Werbung für Dancehall, und, ja auch das müssen wir hier noch
loswerden, eine Werbung für Berlin`s Foundation Sound-System, dass
keinen Sand mehr im Getriebe hat und wieder auf allen Zylindern kocht!
Achtung:
Limited Edition Promotion-Video & DVD only! Erhältlich solange
der Vorrat reicht.
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