Lost in Music ‚London Jungle‘ – Teil 13 von Deutschlands meistpremierter Musikdokumentation Serie (u.a. Grimme Preis) ‚Lost in Music‘. Diese Folge erzählt über die Anfänge der Jungle Musik in London Anfang der Neunziger Jahre.

Lost in Music 'London Jungle' - DJ Goldie
Lost in Music ‚London Jungle‘ – DJ Goldie

Schnitttechnik Lost in Music

Der Cutter dieser Folge Rainer Remake wollte diesem originellen Musikstil filmisch entsprechen. Dafür setzt er eine spezielle Schnitttechnik ein. Ein hohes visuelles Erzähltempo mit vielen Jump-Cuts spiegeln den roughen Lifestyle der Szene wieder. Wir treffen DJ Hype, Goldie, Tek 9 und viele Andere, die mit viel Idealismus die Jungle Szene entstehen ließen.

Der Jungle-DJ und Regisseur Oliver von Felbert, ‚DJ Oldski‘, fährt nach London. Dort trifft er die ganzen ‚alten Hasen‘ der Londoner Jungle Szene, die er ohnehin von den Raves und Clubs her kennt. Insofern bekommt er überraschend offene Interviews mit den normalerweise eher kamerascheuen Machern. Das Prinzip der Sendung ‚Lost in Music‘ ist es, daß eine Szene über sich selbst erzählt – ohne altkluge Kommentare. Denn das verleiht der arte Dokumentation etwas besonders authentisches.

Lost in Music 'London Jungle' - DJ Hype
Lost in Music ‚London Jungle‘ – DJ Hype

Es wurden extrem ausführliche Interviews gedreht. Umso wichtiger war es, aus 20h Rohmaterial eine funktionierende und spannende Geschichte zu montieren. Zunächst wurden die Kernaussagen herausgefiltert. Dann galt es die Aussagen von allen Floskeln, Füllwörtern und Fehlern zu befreien. Obwohl dadurch natürlich unzählige Schnitte entstehen. Übrig bleiben extrem kompakte und intensive Kernsätze. Anschließend werden die Schnitte mit atmosphärischen Bildern „zugedeckt“, die auch die Aussage illustrieren oder verstärken. So wird der gesamte Film besonders lebendig und dynamisch.

Regie – Oliver von Felbert
Schnitt – Rainer von Rottenburg
Kunde – Turner & Tailor

Musik-Dokumentation 45min | Storyboard | 1996 | arte | 3sat | ZDF